Freitag, 23. November 2007

die frucht ist vom ast gefallen
säumige stille
gehen

Mittwoch, 24. Oktober 2007

aber was vorbei ist, ist vorbei, baby blue

Mittwoch, 26. September 2007

don juan de la mancha

robert menasse setzt an zur rettung der männer: nicht der pferdearsch ist das verführende. danke, das musste einmal gesagt werden. chillimegadeutlich. chilliwörter in einer chilli gepeppten prosa. mit moralischem cr/lash am ende.

Dienstag, 28. August 2007

eigenart

mit dem Bloggen dürfte es sich so verhalten, wie mit der TV-Kamera. Im Angesicht der Kamera, die das direkte Gegenüber ist, und dahinter sich nur eine anonyme Masse verbirgt, in diesem Angesicht der offenen Linse ist kein Gesprächsparnter vorhanden, der durch seine Präsenz allein soziale Grenzen errichtet, es wird in den sozialen leeren Raum gesprochen, gesprochen und diese mediale Einbahn ohne Grenzen erlaubt ein plötzliches Entäußern von Privatem in einer Form, die mit einem Gegenüber so nicht möglich wäre. Ähnlich dürfte das Bloggen sein. Prinzipiell nicht an einen bestimmten Gesprächs-/Schreibpartner gerichtet, - wie das Texte so an sich haben, die im Kopf des Lesenden ihre Bedeutung annehmen - vermehrt aber um die Möglichkeit der kulturellen Form des Blogs, die einen Sog bildet, spontane Gefühlszustände und verdrehte Gedanken zu äußern, was in einem Gespräch so nicht stattfinden würde. Ähnlich wie in der spontanen Art mit Emails umzugehen. Hastig geschrieben und raus ins Netz. Schaden passiert.

Montag, 13. August 2007

amsterdam klezmer band

nun, nicht mit der bundesbahn, doch ich kam nach "lovely wieselburg" - zu "hiesige & dosige", ein überschaubares zweitagesfestival mit angeschlossener regenlösung und kindergerechtem kinderprogramm, und hörte auch die "amsterdam klezmer band" (nach selbstdefinition: "a wedding band") und es blieb (wieder) verwunderung und erstaunen: musiken, menschen, die einem seiner herkunft und umgebung nach nicht vertraut sein dürften, rücken in ein naheverhältnis auf, das plötzlich da ist und nicht erst zu erwerben ist.

Mittwoch, 1. August 2007

archiv verschwindet

ein link-internetarchiv schafft sich selbst ab. je länger eine site wie theatreareas.steppenspiel.at im netz steht, um so bedeutungsloser, referenzreduzierter wird sie, bis sie einmal auf nichts mehr verweist. das archiv ist leer. verweist auf nichts.

der strom

er tut schön sauberdichten, der roth. ich bin jetzt über ägypten informiert, über die übliche nazi-vergangenheit der familie der hauptperson, und alles sehr genau und distanziert wie möglich. da strömt trotzdem nicht sehr viel, dabei wird viel gesehen und fast nichts gehört.

Freitag, 20. Juli 2007

hitze

konsequent weitergeführt: die zur magd der kunst verwendete philosophie kommt ohne kunst aus, die kunst jedoch nicht ohne philosophie. nur mit philosophie wird kunst dechiffriert, aus einem geheimcode in einen sprachlichen überführt und diskursiv verständlich gemacht. die philosophie könnte kunst ohne kunst machen.

Sonntag, 24. Juni 2007

wortprotuberanz

standbildfurioses glockenskelett.

Samstag, 23. Juni 2007

das...

Das rote Hemd im Wasserzeichen splittet im Diaphragma der Uhr.

Sonntag, 10. Juni 2007

Wörterwetter?

Der Regen strömt auf die Wörter, diese lassen sich nicht beirren. Sie sind so wie sie waren. Unbeeindruckt auch von der Sonne.

sieso

sie schweigt sich vom konkreten ins allgemeine.

Dienstag, 8. Mai 2007

aidtalismus

um "das nichts", das unbedingte, den gegensatz zur sprache/zur schrift, graphisch darstellen zu können, müsste ich "nur" von den buchstaben zu den/in die zahlen wechseln, da hätte ich die null, auf sunya/leer basierend, in indien entstanden. so einfach wäre das. aber wann ist die null leer von null?

Donnerstag, 3. Mai 2007

ungeboren

die unendliche sekunde der wahren empfindung ist nicht-sprachlich

Montag, 23. April 2007

meito

soinou im wahrgewand der gleichen drecktoren muisste alabas oim woichentan ratzigen.

Mittwoch, 18. April 2007

sowieso

I. literatur kann nur erkenntnis über die sprache bringen
II. in der beschäftigung mit sprache erkennung der welthältigkeit, die soziale welt, die in der sprache enthalten ist
III. der gegenpol: die reine anschauung, das reine beobachten, sprachfrei direkt

Donnerstag, 5. April 2007

somit wäre alles geklärt, erklärt, nicht verklärt, nicht umgekehrt, verkehrt, gekehrt, staub fällt wieder.

Dienstag, 3. April 2007

das poetische sprachverhalten ist ein versuch mittels der sprache die grenzen der sprache zu überwinden.

Sonntag, 1. April 2007



bauwerke kommen manchmal sehr direkt in die nähe der schrift. dieses steht in ungarn, die stupa in zalaszanto.
im blätterdach dachte zevi an die archive der schrift ...