Dienstag, 28. August 2007

eigenart

mit dem Bloggen dürfte es sich so verhalten, wie mit der TV-Kamera. Im Angesicht der Kamera, die das direkte Gegenüber ist, und dahinter sich nur eine anonyme Masse verbirgt, in diesem Angesicht der offenen Linse ist kein Gesprächsparnter vorhanden, der durch seine Präsenz allein soziale Grenzen errichtet, es wird in den sozialen leeren Raum gesprochen, gesprochen und diese mediale Einbahn ohne Grenzen erlaubt ein plötzliches Entäußern von Privatem in einer Form, die mit einem Gegenüber so nicht möglich wäre. Ähnlich dürfte das Bloggen sein. Prinzipiell nicht an einen bestimmten Gesprächs-/Schreibpartner gerichtet, - wie das Texte so an sich haben, die im Kopf des Lesenden ihre Bedeutung annehmen - vermehrt aber um die Möglichkeit der kulturellen Form des Blogs, die einen Sog bildet, spontane Gefühlszustände und verdrehte Gedanken zu äußern, was in einem Gespräch so nicht stattfinden würde. Ähnlich wie in der spontanen Art mit Emails umzugehen. Hastig geschrieben und raus ins Netz. Schaden passiert.

Montag, 13. August 2007

amsterdam klezmer band

nun, nicht mit der bundesbahn, doch ich kam nach "lovely wieselburg" - zu "hiesige & dosige", ein überschaubares zweitagesfestival mit angeschlossener regenlösung und kindergerechtem kinderprogramm, und hörte auch die "amsterdam klezmer band" (nach selbstdefinition: "a wedding band") und es blieb (wieder) verwunderung und erstaunen: musiken, menschen, die einem seiner herkunft und umgebung nach nicht vertraut sein dürften, rücken in ein naheverhältnis auf, das plötzlich da ist und nicht erst zu erwerben ist.

Mittwoch, 1. August 2007

archiv verschwindet

ein link-internetarchiv schafft sich selbst ab. je länger eine site wie theatreareas.steppenspiel.at im netz steht, um so bedeutungsloser, referenzreduzierter wird sie, bis sie einmal auf nichts mehr verweist. das archiv ist leer. verweist auf nichts.

der strom

er tut schön sauberdichten, der roth. ich bin jetzt über ägypten informiert, über die übliche nazi-vergangenheit der familie der hauptperson, und alles sehr genau und distanziert wie möglich. da strömt trotzdem nicht sehr viel, dabei wird viel gesehen und fast nichts gehört.